9. September 2020 bei 18:08
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Quarta 09. de Setembro 2020 – nachts ↓↑10º – tags ↓↑30º – Sonne
Derzeit beginnen, nach und nach, „alle Maschinen“ in Streik zu treten. Die Fritzbox am vergangenen Montag und heute hat die Pumpe für die Wassersorgung auf unserem Grundstück in Pedrogao Grande den Geist aufgegeben.
Am lezten Sonntag wollte ich mit dem Motorrad zu dem Flohmarkt nach Miranda do Corvo aufbrechen. Aber der Motor lief nicht rund, stotterte, ging öfter aus und irgendwann nicht mehr an. Ich wollte schon den Vergaser ausbauen und reinigen und habe deshalb schon einiges abgeschraubt um an das Teil ran zu kommen – u.a. den Bremsflüssigkeitsbehälter.
Auf die Reinigung habe ich dann aber verzichtet, weil ich eine andere Idee hatte. Es lag wohl an dem neuen Benzinfilter der viel zu gross war und deshalb ein „ewiglanger“ Benzinschlauch vonnöten war. In diesen Schleifen sammelte sich offenbar Luft, die nicht entweichen konnte.
Heute dann, gleich nach dem Einbau des adäquaten Benzinfilters lief der Motor sofort an und die Probefahrt konnte beginnen.
Nach einem Kilometer, zufrieden mit dem Ergebnis, wendete ich und habe den Geruch von verbranntem Plastik wahrgenommen. Sofort fiel es mir wieder ein – ich hatte den Behälter für die Bremsflüssigkeit nicht wieder befestigt. Er lag auf dem Auspuffkrümmer, schmolz aufgrund der Hitze und die Flüssigkeit verdampfte. Vor Sorge die Bremsen würden jetzt versagen dauerte die Rückfahrt mit eingelegtem 1. Gang entsprechend länger. Betroffen war aber nur die Bremswirkung der Hinterachse – die Vorderachse hat ein separates System.
8. September 2020 bei 19:13
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Terca 08. de Setembro 2020 – nachts ↓10º – tags ↓30º – Sonne
Immer öfter marschieren Wildschweinfamilien, auch tagsüber, ungeniert durch unser Tal. Für MALAICA (unser Herdenschutzhund) und LUMPI (ein zugelaufener Strassenhund) ist das die Herausforderung. Vor allem nach Einbruch der Dunkelheit müssen sie laut bellend ihr Revier verteidigen. Ihnen ist es zu verdanken, dass wir bisher keinen ungebetenen Besuch in unserem Gemüsegarten hatten.
Juli, unser Gast, hat das Foto und das Video gemacht – danke!
Blick von CASA AR aus – die abgebildete Flusskurve ist die Biegung, die die omegaartige Halbinsel verlässt. Zu sehen sind 2 Alte- und 3 Jungtiere. Oder findet jemand noch mehr?
7. September 2020 bei 20:24
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Segunda 07. de Setembro 2020 – nachts ↑14º – tags ↑↓33º – Sonne
Unsere FRITZBOX, Toyota Hilux, will Aufmerksamkeit. Nach dem Starten des Motors erlischen die meisten Warnkontrolleuchten nicht.
Es kann ja wohl kaum gleichzeitig sein, dass die Handbremse angezogen ist – wenn sie es nicht ist, die Lichtmaschine defekt ist, der Zahnriemen gewechselt werden muss, der Ölstand das Minimum erreicht usw.
Eigentlich könnte ich noch in die nächste Werkstatt fahren, wenn dies nicht alles gleichzeitig sein kann – oder doch?
Hat jemand, von den geneigten Lesern, eine Idee was die Ursache sein könnte?
6. September 2020 bei 08:47
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Sabado 05. de Setembro 2020 – nachts ↑↓10º – tags ↑↓33º – Sonne
Senhor Joao, Botaniker, Künstler und Magier, feierte seinen Geburtstag im Kreise seiner Freunde. Das gemeinschaftliche Geschenk war eine Trommel aus Marzipan.
„Corona-Pandemie-bedingt“ war die Anzahl der Gäste limitiert. Spontane private Zusammenkünfte, ohne Abstandsregeln, sind in Portugal auf 20 Personen begrenzt.
3. September 2020 bei 20:01
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Quinta 03. de Setembro 2020 – nachts ↓↑6º – tags ↑33º – Sonne
Tomaten werden im Freiland auch in den heissen Sommern Portugals relativ spät reif – zumindest ist das so in unserem Tal.
Aber irgendwann sind sie da – gefühlt alle auf einmal.
Tomaten essen, essen… aber es sind zu viele. Also bietet sich an, einen Wintervorrat anzulegen. Freunde von uns haben einen megagrossen Solar-Dörrofen gebaut und trocknen damit fast alles Obst und Gemüse. Wir frieren oder kochen sie ein.
3. September 2020 bei 09:21
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Quarta 02. de Setembro 2020 – nachts ↓↑6º – tags ↑29º – Sonne
Es ist etwas besonderes bei Vollmond eine Bootsfahrt zu erleben. Ausgangspunkt war FOZ DE ALGE – da mündet „unser“ Flüsschen (Alge) in den Fluss ZEZERE, der flussabwärts gestaut wurde.
Ziel der magischen Fahrt war DORNES.
DORNES. Der Ort liegt auf einer spitz zulaufenden Landzunge, die in den Fluss (Rio Zêzere) hinein ragt. Seit dem Bau der Talsperre Castelo do Bode kurz vor seiner Mündung in den Tejo bei Constância, ähnelt der Rio Zêzere bis hinauf hinter Dornes einem langen geschlängelten See.
1. September 2020 bei 20:31
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Terca 01. de Setembro 2020 – nachts ↓↑6º – tags ↓26º – Sonne und teilweise Bewölkung
Die ersten Früchte der Eichen fallen zu Boden. Vielleicht liegt es an den vergleichsweise niedrigen Temperaturen in diesem August. Die Eicheln wollen sich vielleicht beeilen. Keine Panik, der Herbst muss noch lange warten.
Die kommenden Tage werden wieder richtig sommerlich – über 30 Grad.
31. August 2020 bei 21:50
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Segunda 31. de Augosto 2020 – nachts ↓6º – tags ↑28º – Sonne
Portugal erzeugt oftmals 100 Prozent des Stroms, der im Land benötigt wird, aus erneuerbaren Energien – Wasser, Wind und Sonne sind die „Hauptlieferanten“. Manchmal fällt mehr Energie an, als verbraucht wird. Wenn mehr verbraucht wird als durch erneuerbare Energien erzeugt wird helfen fossile Brennstoffe die Lücke zu schliessen.
Gelegentlich muss ich raus aus dem idyllischen Tal. Ein beliebtes „Reiseziel“ mit dem Moped ist dann die Serra Espinhal. Jedesmal wenn man dort oben ankommt drängt sich einem der Eindruck auf, dass schon wieder neue Windmühlen aufgestellt wurden.
Seit 30 Jahren, vermutlicht viel länger, begleitet mich ein Druckmessgerät – vor ca. einem Jahr hat es den Umzg vom Knaubenhof nach Goladinha geschafft. Beim Aufräumen der Werkstatt ist es mir wieder in die Hände gefallen. Meine spontane Idee, damit Höhen zu messen, wurde sofort verwirklicht. Angeschlossen an die goladinhaeigene Wasserversorgung zeigt das Messgerät am Fusse unseres neuen Hauses 1,5 kp/cm² an – d.h. der, auf dem Hausberg befindliche, Wasserbehälter liegt genau 15 Meter höher und liefert somit 1,47099 bar.
Die Fa. WIKA, die das Manometer einst herstellte existiert noch. Bei diesem Modell handelt es sich um einen hydraulischen Druckkraftaufnehmer, der mit Flüssigkeit gedämpft wird – geeignet besonders für Apparate und Sondermaschinen, die starken Vibrationen ausgesetzt sind. Diese Besonderheit ist für uns ohne Belang – die präzise Messgenauigkeit aber schon. Spannend ist das Ergebnis der Höhenmessung vom Flussniveau hinauf zum Wasserhochbehälter.
28. August 2020 bei 21:12
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Seixta 28. de Augosto 2020 – nachts ↓13º – tags ↓↓22º – nachts Nieselregen, vornittags bewölkt, danach Sonne
Der Abendspaziergang nach Machuca wurde begleitet von 20 Pfoten – jeweils vier von den Katzen, Fellicitas, Miez und Katz und den Hunden Maleica und Arlindo Alfredo alisa Lumpi. Mittlerweile hat sich diese Aktion zum Ritual entwickelt – die Tiere warten schon darauf dass es los geht. Nach dem Spaziergang werden sie dann gefüttert.
Am Morgen hat sich der Fischreiher wieder im Tal gezeigt. Er war im Fluss frühstücken und wurde von Malaica verbellt. Hundert Meter weiter liess er sich dann auf einem abgestorbenen Baum nieder. Am Nachmittag ist er noch mal, laut krächzend, durch das Tal geflogen.
Dunkle Wolken ziehen über die Serra. Die kommenden Tage fallen die Temperaturen – Morgen soll es sogar nur 22º „warm“ werden. Und es wird windig – 30 – 60 km/h – Niederschläge soll es keine geben.
Es ist schon das zweite mal dass wir uns über die Wetterverhältnisse, im sonst heissesten Monat des Jahres, wundern. Traurig sind wir nicht darüber. Wir hätten uns sogar über Regen gefreut, aber den wird es wohl nicht geben.
Die Leidenschaft während unserer allabendlichen Spaziergängen nach Machuca, Steinskulpturen zubauen hat nachgelassen. Zu unserer Freude beobachten wir aber immer öfter, von anderen Menschen gebaute Kunstwerke. In flagranti haben wir noch niemanden „ertappt“.Hier eine besonders aufwendige Konstruktion, die nicht mal so eben zu bewerkstelligen ist.
Den zunehmenden Halbmond wollten wir fotografisch festhalten.
Da sich aber noch ein besonderes Ereignis am heutigen Tag ereignete dachten wir uns, das wäre doch ein interessanter Rahmen.
Es gibt wieder Brezen in Portugal ! Vor Jahren schon hatte ein deutscher Lebensmittel-Discounter diese (bayerische ?) Besonderheit, auch in Portugal, im Angebot. Irgenwann verschwanden sie aber wieder – sehr zu unserem Leid 😉
Jetzt sind sie wieder da. Interessant wäre ob bei den Marketingmanager/innen persönliche Interessen dazu geführt haben, oder ob vielleicht „unser Flehen und Bitten“ unbewusst erhört wurde 🙂
24. August 2020 bei 22:44
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Segunda 24. de Augosto 2020 – nachts ↓11º – tags ↑↑32º – Sonne
Eukalyptusbäume domieren in unserer Gegend die Forstwirtschaft. Der Eukalyptusbaum ist ein Feuerkeimer. Das sind Pflanzen, deren Samen nur durch ein Brandereignis zur Keimung gelangen. Die dazu nötigen Brandereignisse werden eingeteilt in Waldbrände, Weidebrände (Grasland) oder Buschbrände.
Was ich aber eigentlich berichten wollte…
Auf dem Bild ist ein Baumstumpf eines Eukalyptus zu sehen – er treibt neu aus. Der Baum wurde vor wenigen Wochen gefällt. In drei Jahren werden die Triebe ca. 10 Meter hohe Bäume sein – siehe nächstes Bild.
Vor 3 Jahren wurde dieser Baum vom Brand geschädigt. Zu dem Zeitpunkt hatte er junge Triebe – ähnlich wie im oberen Bild zu sehen ist.
Der Stamm lässt sich mit zwei Händen schon nicht mehr umgreifen.
Die Bohnenernte haben wir rechtzeitig vor dem Regentag am vergangenen Donnerstag geschafft. Das Herauspulen der Körner war eine meditative Sonntagsbeschäftigung. Bevor wir die Hülsenfrüchte für den Winter bevorraten können, müssen sie noch an der Sonne 1 – 2 Tage nachtrocknen. Vorbeugend gegen die Entwicklung von Maden kommen sie dann noch für einen Tag in den Gefrierschrank. Denn möglicherweise hat die Bohnenfliege Eier an die Bohnensamen gelegt, von denen sich die Maden dann ernähren.
Die Basis von Weingerüsten waren tradtitionell Eichen- oder Kastanienpfosten. Wohl schon seit Jahrzehnten wurden sie nach und nach durch langlebigere eisenarmierte Betonpfeiler ersetzt. Aber auch diese altern, wie alles was ist. Vor allem wenn Wasser in das Material eindringt und Fröste das Übrige tun. Vor unserem neuen Haus stehen einige dieser „modernen“ Gesellen. Die Weinreben, die sie einst trugen, sind auch schon dem Zahn der Zeit geopfert – sie verdorrten.
Eine Terrasse tiefer haben wir Kiwipflanzen heimisch werden lassen. Nach drei Jahren haben sie endlich die Krone der Terrassenmauer erreicht und suchen jetzt nach Rankhilfen. Da bieten sich die Veteranen der Moderne förmlich an. Zwischen ihnen werden Drähte gespannt.
Der Beton an den Endstücken dieser Peitschenpfeiler (vgl. Peitschenlampen) hat sich aus vorher genannten Gründen längst verabschiedet.
Eine Gelegenheit unsere zahlreichen Glaskugeln, -Spitzen und -Flöten an den nackten Eisenstäben für das Auge eines jeden Betrachters wirksam werden zu lassen – am schönsten ist es, wenn die Sonne das Glas zum Funkeln bringt.
21. August 2020 bei 21:28
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Seixta 21. de Augosto 2020 – nachts ↓15º – tags ↑25º – Sonne und Bewölkung
Das typische Merkmal der Anglo-Nubier-Ziegen sind die langen Ohren. Unsere Nachbarn in Vale Pousada halten sich zwei dieser wunderschönen Tiere. Ziegen können sehr genügsam sein, aber auch Feinschmecker. Blätter von Olivenbäumen ist eine ihrer Lieblingsspeisen. Im Sommer herrscht Grünfutterknappheit, deshalb haben wir einen Teil unserer Olivenbäume um die nichttragenden Triebe beschnitten und als Gastgeschenk dargeboten.
20. August 2020 bei 18:38
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Quinta 20. de Augosto 2020 – nachts ↑16º – tags ↓23º – nachts und tagsüber 18 L/m² Regen – Bewölkung
Wir wussten, heute wird es regnen – ein portugiesischer Wetterbericht hatte es verkündet. Für uns Anlass die, an der Pflanze getrockneten, Bohnen vorher noch zu ernten.
Jetzt geht es darum die Samen aus den Schoten raus zu holen. Lumpi, unser Findelhund, hat schon mal angefangen – der junge Hund kümmert sich um alles, was sich in seiner Reichweite befindet: Schuhe, Fussabstreifer, Fressnäpfe, Eimer und um alles andere was nicht zu schwer für sein Leichtgewicht ist.
19. August 2020 bei 21:07
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Quarta 19. de Augosto 2020 – nachts ↓12º – tags ↑27º – Sonne und etwas Bewölkung
Auch wenn es, wie im vergangenem Winter, viel geregnet hat erschöpfen sich die die Quellen im Hochsommer. Wir müssen jetzt mehr Zeit zum Wasserholen einplanen. Aktuell braucht es fast fünf Minuten bis eine 5 Literflasche voll gelaufen ist. Bei einer wöchentlichen Ration von ca. 30 Liter dauert das eine halbe Stunde. Dafür haben wir allerbestes Quellwasser. Die Menschen, die hier in den Dörfern und Städten wohnen haben gechlortes Wasser und müssen dafür kräftig zahlen – vor allem dort, wo die Trinkwasserversorgung privatisiert wurde. Im Nachbarlandkreis hat sich der Preis deswegen vor kurzem verdoppelt – die Bürger sind sehr verärgert darüber.
Eine Definition von Meditation ist: Meditation ist Wasserholen und Holzhacken.
So gesehen befinden wir uns sehr oft im meditativen Sein.
17. August 2020 bei 21:48
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Segunda 17. de Augosto 2020 – nachts ↑16º – tags ↑25º – Sonne und Bewölkung
Das Wohnmobill kam an dem Olivenbaum nicht vorbei. Sollten wir den Ast absägen? Wir haben uns für eine weniger radikale Lösung entschieden. Mit dem Pickup war es ein Leichtes den Ast mittels Seil soweit aus der Fahrbahn zu biegen, dass der Weg frei wurde für einen weiteren Lebensabschnitt.
16. August 2020 bei 21:36
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Domingo 16. de Augosto 2020 – nachts ↓12º – tags ↑24º – Sonne und Bewölkung
Vorab: Unsere Wildbienen haben wieder den normalen „Flugbetrieb“ aufgenommen – keine weitere Sichtung von Asiatischen Hornissen(siehe Einträge der letzten drei Tage) Unser Garten macht uns viel Freude – vor allem die Ernte. Aussergewöhnlich ist nur, dass sowohl Paprika als auch Gurken, Kürbis und Auberginen zwar erste Früchte tragen, aber trotz zahlreicher Blüten keine Folgefrüchte heranwachsen. So als würden die Blüten nicht bestäubt werden.
Es ist ein Genuss eine Paprika zu ernten und vor Ort gleich aufzuessen – so ist es auch mit all den anderen Gartenfrüchten, ausser sie sind roh nicht bekömmlich.
15. August 2020 bei 21:12
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Sabado 15. de Augosto 2020 – nachts ↑↑14º – tags ↓23º – Sonne und Bewölkung
Vorab: Die Asiatischen Hornissen, die unser Wildbienenvolk angegriffen haben, haben sich heute eher zurückhaltend gezeigt – vielleicht auch weil wir in der Früh wieder eine erlegt hatten. Möglicherweise spricht sich das bei denen rum, dass hier in Goldinha das jagen von Bienen Konsequenzen hat – wer weiss?
Das Gitter vor dem Eingang haben wir wieder entfernt, weil die Bienen tatsächlich zu lange brauchen um ein und aus zu fliegen. Nun zum Hitzeschild:
Der Giebel von CASA METAL taucht nahezu in den dahinterliegenden Hang ein. Im Brandfall kann das fatale Auswirkungen haben. Üblicherweise werden Ortgänge mit Brettern oder Blechen, die unterhalb der Ortgangziegel angebracht werden, versehen. Da Bretter sich als Brandschutz schlecht eignen und Bleche nicht leicht zu bekommen sind, haben wir uns für keramische Platten entschieden.
Die Untersicht (grau) ist mit Brandschutzfarbe behandelt.
Nebenbei haben wir festegestellt, dass die Unterspannbahn Brandlöcher aufweist. Das heisst, bei dem Brand 2017 wurden Funken unter die Ziegel geweht. Das bestärkt die jetzige Massnahme als dringend geboten. Der erste Firstziegel muss noch aufgemörtelt werden – dann ist alles safe.
14. August 2020 bei 22:31
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Seixta 14. de Augosto 2020 – nachts ↓8º – tags ↓25º – Sonne– teilweise Bewölkung
Im gestrigen Nachtrag berichteten wir deutliche Lebenszeichen unseres Wildbienenvolkes – sie wurden demnach nicht von der asiatischen Hornisse ausgelöscht. Jetzt verstehen wir die Strategie. Sie heisst Belagerung.
Die Bienen ziehen sich in ihren Bau zurück und stellen ihren Flugbetrieb ein. Nur vereinzelt wagt sich eine Späherin aus dem Bienenstock um die Lage zu klären.
Wir dachten, wenn es nur ein paar Hornissen sind und wir würden diese beseitigen würde wieder Ruhe einkehren. Mit einem Blasrohr, gefüllt mit Abtönfarbe, unterstützt mit 5 Bar Druckluft aus dem Kompressor haben wir 3 dieser Belagerer erlegt.
Damit die „Feinde“ nicht in den Bau eindringen können haben wir ein engmaschiges Streckmetallgitter vor dem Eingang angebracht – was die Hornissen ziemlich erboste. Sie lassen sich nicht auf dem Gitter nieder, sondern flattern wild umher.
Eine eilig gebastelte Hornissenfalle hat die Invasoren überhaupt nicht interessiert. Leider aber die Wespen – von den Dreien, die das leckere Innere naschen wollten, konnten wir eine retten . die anderen beiden haben die eigens gebohrten Notausgänge für kleine Insekten nicht gefunden und sind ertrunken.
Asiatische Hornissen jagen tatsächlich Bienen und bringen sie fort – vermutlich in ihr Nest. Dieses Foto zeigt die Szene, von der wir zwei beobachten konnten, kurz vor der Gefangennahme.
13. August 2020 bei 19:24
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Quinta 13. de Augosto 2020 – nachts ↓↓9º – tags ↓26º – Sonne– teilweise Bewölkung
Unser Wildbienenvolk ist von asiatischen Hornissen ausgelöscht worden 🙁 Vor diesem invasiven Insekt wird in Portugal seit dem Frühjahr 2019 gewarnt und die Bevölkerung wurde aufgefordert Fallen aufzustellen. Das haben wir leider in diesem Jahr vernachlässigt. Allerdings geraten auch andere Insekten, zum Teil geschützte Arten in diese Fallen, was diese Massnahme schon wieder zweifelhaft erscheinen lässt.
Wir werden weitere Hohlräume für potentielle Wildbienenvölker schaffen und das Einflugloch so klein gestalten, dass die Hornissen nicht eindringen können.
Nachtrag: Es scheint noch nicht alles verloren zu sein! Als wir am Abend spazieren gegangen sind herrschte übermässig reger Flugbetrieb am Eingang der Bienenbehausung – hunderte Bienen schwirrten aufgeregt summend umher. Als wir vom Spazierengehen zurück kamen war wieder ganz normaler Flugbetrieb – ein und aus. Es sieht so aus, als hätten die Hornissen die Belagerung aufgegeben… Morgen geht es weiter.
12. August 2020 bei 22:12
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Quarta 12. de Augosto 2020 – nachts ↑15º – tags ↓↑27º – Sonne – teilweise Bewölkung
Vor knapp zwei Jahren hatten wir bei einem portugiesischen Internetanbieter einen Vertrag abgeschlossen: Fernsehen per Satellit, Internet via Hotspot und Festnetztelefon für rund 35 € alles zusammen. Der Tarif war günstig, alleine schon für Internet. Fernsehen wollten wir eh nicht und Festnetz haben wir eigentlich nie benutzt. Jetzt nach zwei Jahren soll der Preis auf 58 € steigen – das wussten wir, deshalb wollten wir kündigen. Aber wie? Wir erfuhren über 3 Möglichkeiten: per Telefon, per Internet oder schriftlich.
Wir starteten mit Internet – haben aber den Pfad, der zur Kündigung führt nicht ausfindig machen können.
Zweiter Versuch: Telefonieren. Innerhalb 3 Stunden tätigten wir 8 Anrufe. Wir verbrachten endlose Zeit in Warteschleifen, wurden zigmal weitergeleitet, wurden unterbrochen, sollten zurückgerufen werden, mussten uns sagen lassen, sie würden uns nicht verstehen weil die Verbindung so schlecht sei, mussten uns fragen lassen – warum wir kündigen wollen, mussten uns Alternativangebote anhören usw. Am Ende erfuhren wir, dass eine Kündigung per Telefon nicht möglich ist.
Auf die Frage, nach dem Onlinepfad der zur Kündigung führt wurde uns mitgeteilt, man müsse den Button > Adicionar produtos (Produkte hinzufügen) drücken.
Wer sollte da jemals drauf kommen. Gefunden haben wir den Knopf nicht – aber ein Kündigungs-Formular, das wir ausfüllten und per Einschreiben losgeschickt haben. Wir sind skeptisch ob das funktioniert.
Wunderschöne Glaskugel – aber auch sie wirft ihren Schatten
11. August 2020 bei 23:40
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Terca 11. de Augosto 2020 – nachts ↑13º – tags ↓27º – morgens Nebel und bewölkt dann Sonne
Wir haben unser Grundstück, Vale da Fonte, in Campelos neu vermessen lassen. Einige Grenzpunkte waren nicht ganz klar, andere wollten wir bestätigt haben – bevor wir das Grunstück auf den Immobilienmarkt anbieten.
Vor 15 – 20 Jahren hatten GPS-Vermessungsgeräte noch eine Ungenauigkeit von bis zu 10 Meter – das entspricht in etwa den heutigen Navigationsgeräten wie sie im PKW mitgeführt werden oder im Smartfon integriert sind.
Vor zehn Jahren lag die Ungenauigkeit bei den Vermessungsgeräten bei ungünstigen Bedingungen, z.B. im Wald noch bei 5 Metern.
Unser Grundstück wurde jetzt mit der neuesten Generation, die eine Genauigkeit von 1 mm hat, vermessen.
10. August 2020 bei 21:56
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Segunda 10. de Augosto 2020 – nachts ↓8º – tags ↓28º – Sonne
Zum Feuerwehr spielen ist der Hänger ungeeignet, wie Rudi im gestrigen Kommentar schon geäussert hatte. Nicht nur, dass der Schwerpunkt viel zu hoch ist, bei voller Beladung mit 1000 Liter Wasser geht der Aufbau soweit in die Knie, dass der Rahmen an den Reifen scheuert. Bäume bewässern geht, wenn man den Tank nur halb voll macht.
Damit der Hänger wieder einsatzfähig wurde, haben wir eine Anhängekupplung aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts restauriert und die geschweisste Aufnahme (Halbrundrohr) zusammen mit der Deichsel verschraubt – das sollte halten.
Der verknautschte Gitterrahmen konnte nur bedingt wieder ausgerichtet werden. Die senkrechten Begrenzungspfosten haben wir wieder hingekriegt.
9. August 2020 bei 21:42
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Segunda 09. de Augosto 2020 – nachts ↓8º – tags ↓28º – Sonne
Ich dachte mir noch: „oh, oh, die Anhängerkupplung ist ja nur an der Unterseite an der Deichsel festgeschweisst – Standard sind doch mindestens zwei Schraubbolzen zur optimalen Sicherung“
Aber ich wolte los, die Jungfernfahrt beginnen – die Bäume im Tal giessen.
Weit bin ich nicht gekommen. Auf halben Weg, steil bergab hat sich der Anhänger, gefüllt mit fast 1000 Liter Wasser, losgerissen.
Mein erster Gedanke war natürlich die Schweissnaht hat nicht gehalten.
Bei genauerer Untersuchung des Hergangs wurde mir klar, dass die Ursache eine andere war. Die rechte Seite der Fahrbahn ist durch Regen tief ausgewaschen, der Hänger ist sehr hoch gebaut und deshalb sehr kopflastig – er kippte einfach um.
Diese Kräfte konnte die Schweissnaht nicht auffangen. Schraubbolzen hätten ein Losreissen verhindert, der Schaden wäre wahrscheinlich aber grösser gewesen – z.B. verbogene Deichsel.
Die Schäden insgesamt waren dennoch nicht gering. Der Gitterrahmen ist ziemlich verbeult und dadurch der Kunsstofftank entsprechend eingedrückt. Am Hänger selbst war auch einiges verbogen.
Um kleinere Brände auf unserem Grundstück schnell unter Kontrolle zu bekommen haben wir, wie schon im Mai 2018 vorgesehen, auf einem Hänger ein 1000Liter-Fass geschraubt. Übergangsweise war der Tank zeitweise auf der Ladefläche unseres Pickups montiert.
Ein Hänger ist weitaus flexibler. Im vorderen Bereich werden wir noch eine benzinbetriebene Pumpe installieren – zum schnellen Befüllen und um beim Ausbringen des Wasser mehr Druck zu erzeugen.