de – Fenstertausch im Knaubenhof
Terca, 13 de Janeiro de 2026
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Im Baugewerbe wird eine Maxime auf die Spitze getrieben: Alles muss schneller gehen, effizienter sein und anschließend pflegeleicht sein.
Der Einsatz von Chemie in Baustoffen sowie Kunststoff und Aluminium beim Fensterbau ermöglicht das.
Dabei geraten baubiologisches und kreatives Bauen – oft ganz zu schweigen von der Frage der Nachhaltigkeit – in den Hintergrund.

Am 8. Dezember 1994 haben wir nach Umbau der Scheune in das zukünftige Seminarhaus von Schreinerhand ca. 30 gefertigte, aufgrund der geringen Maueröffnungen sehr filigrane Holzfenster eingebaut.

31 Jahre und 10 Tage später, am 18. Dezember 2025, haben wir zwei dieser wunderschönen, sechsflügeligen Holzfenster ausgebaut (Die drei äusseren Flügel hätten weiterhin immer wieder Pflege benötigt.) und durch einflügelige Qualitäts-Aluminiumfenster „Made in Portugal” ersetzt. Anstatt 26 einzelner Glasflächen müssen nun nur noch vier geputzt werden – das teilende Kreuz ist im Inneren der Isolierglasscheibe.

rudi Said,
Januar 14, 2026 @ 17:26
…zu allererst denkt man, dass es eine grosse „Sünde“ ist, Holz- durch Aluminium zu ersetzen – aber so kann man heutzutage nicht mehr denken – natürlich hätte man auch ein einflügeliges Holzfenster nehmen können – aber Aluminium, dessen Gewinnung und Verarbeitung alles andere als umweltfreundlich ist, kann relativ verlustarm recycelt werden und bringt als Alu-Schrott sogar noch gutes Geld – Holzfenster sind kaum zu recyceln und wegen der im Lauf der Jahre eingedrungenen Farben, Lacke, etc. meist auch als Brennholz nicht mehr zu verwenden – Alu statt Holz, hier knirschen wohl die meisten Umwelt-Puristen mit den Zähnen.
waltergoladinha Said,
Januar 14, 2026 @ 19:58
Die Frage der Ästhetik wurde noch gar nicht aufgeworfen.
Das ist vermutlich jedoch eher eine Frage des Geschmacks.
Allerdings sollte der psychische Aspekt nicht vernachlässigt werden.
Unser Neandertaler-Gehirn fühlt sich beim Anblick von Holz geborgener als beim Anblick von Aluminium oder PVC.