Volta‑Pfandsystem in Portugal könnte scheitern
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In Portugal wurde im April dieses Jahres ein Pfandsystem für Plastikflaschen und Getränkedosen eingeführt – mit einer Gebühr von 10 Cent.
Es gibt viele Gründe, warum das System nur sehr stockend angelaufen ist, bis hin zur vehementen Ablehnung mit Forderungen, es wieder abzuschaffen.
Ursprünglich sollte das System schon Anfang 2022 eingeführt werden – trotzdem war die tatsächliche Vorbereitungszeit sowohl für die Händler als auch für die Konsumenten unzureichend. Zur Einführung waren nicht genügend Automaten betriebsbereit, oder nicht funktionsfähig. Zudem wurde die Bevölkerung offensichtlich nicht umfassend auf die Einführung des Systems vorbereitet. Ausserdem leidet die Verbraucherakzeptanz unter dem geringen Pfand von 10 Cent.
Dadurch landen nach wie vor grosse Mengen an Behältern im konventionellen Müllentsorgungssystem. Das hat zur Folge, dass ärmere Bevölkerungsschichten in Abfallbehältern nach Pfandflaschen/Dosen suchen, diese zum Teil auf die Strasse entleeren und somit für die Stadtreinigung einen grossen Mehraufwand bedeuten. Das ist der Grund, warum zahlreiche Städte und Gemeinden in Portugal, allen voran die Hauptstadt Lisboa, eine sofortige Abschaffung des Pfandsystems fordern.








…was die Zuverlässigkeit der Automaten betrifft, gibt’s wohl überall ähnliche Probleme – neuere Automaten haben neuere Probleme – häufig liegt’s an der mangelnden Wartung, die Lese-Optik wird zu selten gereinigt – am besten funktionieren die Geräte in den reinen Getränkemärkten, dort ist bei Fehlfunktionen sofort Jemand da – in den Läden der Supermarkt-Ketten ist’s am schlimmsten, die Zuständigen sind meist grad nicht erreichbar.