Quarta 4 de Fevereiro de 2026 Das Wetter in Goladinha lt. tempo.pt – nachts ⇑6 Grad
tags ⇑12 Grad – Bewölkung – 27 mm Regen – (731+482) 23-54 km/h W-SW
Bei Renovierungsarbeiten stossen wir immer wieder auf längst Vergangenes. Aktuell ist es in einem Gästezimmer des Seminarhauses passiert: Beim Durchbohren einer Wand, um ein Elektrokabel einzuziehen, entdeckten wir unter dem abgeplatzten Putz mehrere Farbschichten, neben weissen und gelben auch eine wunderschöne, kräftige blaue.
Sabado, 26 de Janeiro 2019 – nachts ↓1 – tags ↓16º – Sonne
Vor fünf Jahren wurde CASA AR an das Klärsystem, das wir unterhalb der Gästeterrasse gebaut haben, angeschlossen. Da die Terrassenmauer in weiten Teilen schon vor vielen, vielen Jahren eingestürzt war, führten wir die Kanalrohre provisorisch am Hang entlang – zum grössten Teil auf Stelzen. Der Brand im Juni 2017 hat die Konstrunstruktuion und Teile der Rohre zerstört. Das Provisorium wurde danach provisorisch repariert. Und wie alle Provisorien halten sie ewig oder eben nur für kurze Zeit. Und nun war die Zeit um. In der Mitte gaben die Auflager nach. In Folge bildete sich ein Rückstau und unter dem Gewicht löste sich eine Steckverbindung.
Mittelfristig muss die Natursteinmauer wieder aufgebaut werden und die Abwasserrohre darin integriert werden. Bis dahin wird hofffentlich das jetzt „professionalisierte“ Provisorium halten – vamos ver!
Segunda 27 de Decembro 2021 – nachts ↑11 – 6 Liter Regen — tags ↑16 – Sonne
Unsere Dorf(mit)bewohnerinnen bleiben dabei – das tägliche Bad in unserem Fluss, Ribeira de Alge, gehört zum Leben auf unserer Halbinsel – es ist zum täglichen Ritual geworden. Die Damen sind überzeugt dass ihr Immunsystem dadurch gestärkt wird und sie somit gegen allerlei winterliche und sonstige Erkältungskrankheiten gefeit sind.
Durch die Regenfälle der vergangenen Tage hat sich der Bach wieder zu einem Fluss gemausert. Die Strömung ist deshalb sehr stark. Etwas oberhalb der Badegäste hat sich flussmittig ein Strudel gebildet, was nicht ungefährlich ist. Um generell nicht abgetrieben zu werden ist es hilfreich ein Seil zur Hand zu haben.
Terca 9 de Abril 2024 – nachts ↓↓1 tags ↑15 – Sonne – (1574)– 14-38 Km/h – N
Über Figueiro dos Vinhos, auf dem Weg nach Cernache de Bomjardim durchquert man das Zerzere-Tal und bekommt einen Blick auf die Talsperre Bouca – gut 20 Km von Goladinha entfernt.
Die Wasserflut über dem Damm ist derzeit enorm – noch nie haben wir dort solche Wassermassen wahrgenommen. Die Niederschläge der vergangenen 6 Monate waren reichlich. Der Staussee dahinter eignet sich bestens zum Baden, da der Wasserstand immer gleich ist – entgegen dem Artikel bei Wikipedia glauben wir nicht dass dort Strom erzeugt wird – sonst müsste sich der Wasserstand kontinuierlich verändern, was wir so nicht kennen.
Talsperre BoucaDie Häuser am linken Hang sind aussergewöhnlich – wie von „einer Sau geferkelt“
Vielleicht hat man diese Häuser errichtet um Unterkünfte für die Arbeiter zu haben, die zum Bau der Staumauer nötig waren. Aktuell sehen sie jedenfalls nicht belebt aus.
Terca 19 de Maio de 2026 – nachts ↑10 Grad
tags ↑20 Grad – Sonne – Bewölkung – (1696) 13-31 km/h NW
In einem kleinen Anbau unserer Sommerküche, wo wir unsere Katzen füttern, hat sich am Abend eine Erdkröte eingefunden. Die war überhaupt nicht scheu, sondern sass ganz entspannt da und betrachtete uns mit ihren wunderschönen Augen.
Sexta, 19 de Outubro 2018 – nachts ↓10º – tags ↑↓23º – und Sonne und Bewölkung
Heute geht es mit dem 2. Teil der Geschichte weiter…
Hier noch mal zur Erinnerung… in Vale de Bispo wird anlässlich des jährlich stattfindenden Dorffestes der schönste Bart prämiert.
Der 1. Teil der Geschichte, den wir Gestern veröffentlicht haben endete wie folgt:
Viel mehr gibt es über Vale de Bispo nicht zu erzählen. Vale de Bispo ist mit Sicherheit einer der langweiligsten Orte der Welt. Und genau deshalb bin ich dort. Ich… Ach so, ich hab mich ja noch gar nicht vorgestellt…
Teil 2
Ich… Ach so, ich hab mich ja noch gar nicht vorgestellt. Raphael Bolius. Webdesigner bei https://gruenkraft.design. gruenkraft.design macht Webseiten für alle möglichen und unmöglichen ökologischen, sozialen und kulturellen Projekte in ganz Europa. Der Firmensitz ist in Berlin, aber ich – der Chefdesigner wenn man so will- sitze im Alentejo. Endlich Ruhe hier! Kein nervigen U-Bahnfahrten in überfüllten Waggons nach Kreuzberg oder Friedrichshain. Kein Stau, kein Mietenwahnsinn. Endlich kann ich mich auf meine Arbeit konzentrieren. 😉
OK, das Janze geht nur, weil ich eine Satellitenschüssel habe. Ohne Satellitenzugang zum Web wäre ich auch arbeitslos, so wie viele hier im Dorf. Aber mit Satellit, sieht die Welt anders aus. Festnetztelefon, Skype, Programmieren, Kundengespräche, Internetbanking etc. etc. alles geht über den Satellit. Und den Kunden ist es egal, wo ich sitze. Die sind ja auch nicht in Berlin, sondern in Wien, Kopenhagen oder Zürich.
Apropos Wien. Ich bin gebürtiger Wiener. Schmäh ohne. Echt. (Urleiwand, oder?) Aber der Süden hat es mir immer schon angetan. Einige Zeit lang habe ich in Berlin gelebt. Eine tolle Stadt – aber eben nicht im Süden. Als ich dann auf Ferien in Portugal war, bin ich hier hängen geblieben.
Als ich das erste Mal in der Praxis merkte, dass ich unsere Kunden von Portugal aus so gut wie von Berlin betreuen konnte, hab ich beschlossen, da zu bleiben. Zuerst in Coimbra, dann im Alentejo. Coimbra ist toll. Aber nur der Alentejo ist das richtige Portugal. Nach Vale de Bispo hat sich noch kein Tourist verirrt.
Irgendwann werde ich hier aber trotzdem ein Hotel aufmachen. Ein Hotel für Leute, die nichts wollen: Kein Handy, kein Fernsehen, nichts. Vielleicht kommen die Gäste nur um zu lesen. Um Bücher zu lesen. Echte, analoge Bücher, ohne App. Das gibts nämlich noch. Oder um eine Dissertation zu schreiben.
„Hotel Nirvana“ oder so ähnlich werde ich es nennen. Aber vorher mache ich noch ein paar Webseiten.